Crash

von Sera Moore Williams
Regie
27. 10. 2007
Staatstheater Mainz
Einladung: Festspiele Ludwigshafen im Theater im Pfalzbau "Ernsthaft Fabelhaft" Festwoche junges Theater am 5.3.2008 und
Einladung: Hessischen Kinder- und Jugendtheaterwoche Theater sehen - Theater spielen in Marburg am 11.3.2008

Jung sein ist Scheiße. Egal was für einen Back- ground man hat: entweder nerven die Eltern oder es nervt, dass man keine Eltern hat. Daran muss man sich erinnern, wenn man dieses Stück für Jugendliche macht. Und jeder Schmerz tut weh - egal als wie lächerlich oder tragisch er von anderen gesehen wird. Erwachsen werden heißt auch die Jugend überleben.

Ein „Crash“, das kann ein Computerabsturz sein, ein Autounfall oder die Wellen, die sich an der Küste brechen. Die drei Jugendlichen, um die es in dem Stück geht, haben Sehnsüchte und Lebensträume, die scheinbar nicht zu realisieren sind. Das Mädchen Elin wächst wohlbehütet in geordneten Familienverhältnissen auf.

Wes wohnt bei unterschiedlichen Pflegeeltern und hat Ärger mit seinem Vormund. Elin berauscht sich am Alkohol und an nächtlichen Autofahrten in der Innenstadt Sie möchte unbedingt dazugehören und verkracht sich bald mit ihrem Kumpel Rys. Der fügt sich in die Sachzwänge des Jungseins wie Hausaufgaben machen und den Eltern im Haushalt helfen und kompensiert seine Versagensängste mit Fast Food. So wie er möchte Elin auf keinen Fall sein. Hin- und hergerissen zwischen ihrer Sehnsucht nach Selbstbestimmung und dem Bedürfnis nach Geborgenheit stürmt sie durch ihr Leben wie einst James Dean in „Denn sie wissen nicht, was sie tun“. „Crash“ ist ein einfühlsames Portrait über die Jugend, ihre Befindlichkeiten, Sehnsüchte und das Erwachsenwerden mit all den damit verbundenen Problemen. 

Sera Moore Williams ist Autorin, Regisseurin und Dozentin für Theaterpraxis und szenisches Schreiben an der University of Wales in Aberystwyth. In ihren Stücken, die sie in walisischer Sprache verfasst und anschließend ins Englische übersetzt, verarbeitet sie häufig Erfahrungen, die sie in Projektarbeiten mit Jugendlichen aus schwierigen sozialen Verhältnissen gewonnen hat. 

Katharina Knap; Tim Breyvogel; Tino Leo

Bühne/Kostüm Hugo Gretler
Dramaturgie Thomas Guglielmetti
Inszenierung Dieter Boyer

Kritiken

Tim Breyvogel, Katharina KnapTino Leo, Katharina KnaoTim Breyvogel, Katharina Knap
©2017 Dieter Boyer