Der Parasit

von Friedrich Schiller
Regie
6. 1. 2007
Staatstheater Mainz

Schiller zeigt uns humorvoll einen Parasiten, der eine eigentlich funktionierende Gesellschaft an der Nase herumführt um schließlich zu scheitern.
Der Parasit von heute ist Primus inter Pares! Er spielt das Spiel nur geschickter als die anderen und hat den momentanen Vorteil auf seiner Seite. Klar fällt auch er aber schon reihen sich Nachfolger. Ein Lustspiel von Friedrich Schiller nach Louis Benoît Picard. Ränkespiele in den Büros eines Pariser Ministeriums: Der ungebildete Selicour hat sich die Gunst des Ministers Narbonne und seiner Familie erschlichen. Fassungslos beobachten Narbonnes Untergebene den beruflichen Höhenflug des Heuchlers, der wie ein gefräßiger Parasit von den Mühen anderer Leute Arbeit lebt. Je höher Selicour die Karriereleiter hinaufsteigt, umso tiefer fallen seine Konkurrenten. Warnungen des pflichtbewussten Beamten (und mittelmäßigen Intriganten) La Roche vor dem cleveren Taugenichts werden in den Wind geschlagen. Der Minister geht sogar so weit, ihn für den begehrten Gesandtschaftsposten vorzuschlagen. Höhepunkt des falschen Spiels ist Selicours Plan, sich durch die Heirat mit Narbonnes Tochter in dessen Familie einzunisten.
Schillers Komödie ist eine höchst aktuelle Parabel über die Kunst zu lügen, über Mobbing, Freundschaft und Liebe.

Narbonne Thomas Marx
Madame Belmont, seine Mutter Monika Dortschy
Charlotte, seine Tochter Tatjana Kästel
Selicour Zlatko Maltar
La Roche Andreas Mach
Firmin Marcus Mislin
Karl Firmin, Sohn Daniel Seniuk
Michel, Kammerdiener Lorenz Klee
Robineau Dominic Barz

Bühne/Kostüm Hugo Gretler
Dramaturgie Katharina Gerschler
Inszenierung Dieter Boyer

Kritiken

Zlatko MaltarAndreas Mach, Thomas Marx  Thomas Marx , Zlatko Maltar
©2017 Dieter Boyer